Wind

Die Chronik des Vereins

1962

Begonnen hat die Vereinsgeschichte am 22. Oktober 1962. An diesem Tag fanden sich in Watzenborn-Steinberg, wo es vor dem 2. Weltkrieg bereits Segelflieger gab, zur Wiederbelebung dieses Sports einige Männer zusammen und gründeten die Segelfliegergruppe Steinkopf.

1963

Erstes Domizil des Vereins war die Turnhalle neben dem alten Gießener Stadthaus, die für 400,- DM erworben, abgerissen und am Ortsrand von Watzenborn-Steinberg wieder aufgestellt wurde. Mit wahrem Feuereifer gingen die ca. 30 Aktiven an den Ausbau des von Bürgermeister Brückel zur Verfügung gestellten Platzes auf dem Steinkopf. Die Schleppstrecke dort wurde ausgebaut und mancher Ortbürger zeigte Hilfe und Verständnis. Am 22. September 1963 konnte das Eröffnungsfliegen durchgeführt werden. Mit eigener Winde und einem Doppelsitzer vom Typ Ka 2 (D-4613) ging ein großer Wunsch in Erfüllung. Das erste Segelflugzeug des Vereins schwebte über Watzenborn-Steinberg.

1964

Leider gab es dann den ersten Rückschlag, als eine Anliegerin des Fluggeländes das Fliegen zum Scheitern brachte. Sie errichtete Pfähle als Hindernis, die allerdings von "unbekannten Tätern" wieder entfernt wurden. Es musste aber jetzt wieder ein neues Gelände erschlossen und hergerichtet werden. Diesmal war es am Pohlheimer Wald. Alle Anlieger zeigten Verständnis und dank des großen Einsatzes der Verantwortlichen, besonders des damaligen Fluglehrers Horst Kauss konnten schon im ersten Jahr 768 Starts verzeichnet werden, dazu wurden 12 Fliegerprüfungen abgelegt.

1965

Am 11. Juni 1965 traf ein weiteres Unglück die Segelflieger. Das bisher einzige Segelflugzeug des Vereins ging durch fliegerisches Missgeschick verloren. Ohne Fluggerät stand die Gruppe jetzt vor dem ersten groß geplanten Flugtag. Trotzdem konnte die Veranstaltung durchgeführt werden, dank der Hilfe befreundeter Segelflugvereine. Nach Kunstflügen und Fallschirmabsprüngen der Deutschen Meister feierte im Festzelt eine große Fliegergemeinde den Erfolg. Rund 7000 Besucher wurden durch den Flugtag angelockt und die Vereinskasse füllte sich kräftig. Es war nach Jahrzehnten die erste größere Flugveranstaltung im Raum Gießen. Anschließend konnte ein neuer Doppelsitzer vom Typ Rhönlerche (D-4709), ein Übungsflugzeug vom Typ Grunau-Baby (D-4680), sowie eine weitere Seilwinde erworben werden. Der Flugbetrieb ging somit weiter. Das Leistungflugzeug Cumulus (D-4638) wurde in Privatbesitz des Vereinsmitglieds Anton Punzert überführt und dafür ein geeignetes Übungs- und Leistungsflugzeug vom Typ Olympia-Meise (D-4679) gekauft. Hiermit war der Anfang zum Leistungsflug gegeben. Viele schöne Flüge kamen zu Stande, und manche Bedingung für das silberne Leistungsabzeichen der Segelflieger wurde über Watzenborn-Steinberg und seiner Umgebung geflogen.

1967

Im Laufe der Saison wurden weiterer Doppelsitzer vom Typ Ka 7, sowie ein einsitziges Übungsflugzeug vom Typ Ka 8 (D-4724) angeschafft. Die Olympia-Meise ging in den Privatbesitz von Vereinsmitglied Werner Lutz über. Es wurden insgesamt in diesem Jahr 622 Starts mit einer Flugzeit von 117 Stunden durchgeführt.

1972

Am Ende der Saison wurde das einsitzige Segelflugzeuge Grunau-Baby verkauft. Im Jahre 1972 wurden insgesamt 968 Starts durchgeführt.

1973

Als ein neuer Flächennutzungsplan der Stadt Pohlheim festgelegt wurde, dass in absehbarer Zeit direkt auf der Viehheide ein Segelflugplatz entstehen könne, begann man dort mit dem Bau einer neuen Flugzeughalle. Nachdem auch noch das Fluggelände am Pohlheimer Wald gekündigt wurde, kam es zu einer bedenklichen Situation. Es musste jetzt eine Lösung der neu aufgekommenen Probleme auf lange Sicht gefunden werden.

1974

Die Mitglieder opferten ihre Freizeit und errichteten, von Pohlheimer Firmen durch Materialspenden und dem Land mit einer Finanzspritze unterstützt, in Eigenhilfe die 30 x 18 Meter große Flugzeughalle. Neben dem eigentlichen Hangar für Maschinen und Flugzeuge gehören unter anderem Clubraum, Werkstatt und sanitäre Anlagen zu diesem Projekt.

1975

Rechtzeitig zur neuen Flugsaison konnte eine neue Initiative erfolgen. Es wurde die Halle fertig gestellt und mit Unterstützung der Stadt Pohlheim auch das neue Fluggelände bei der Halle dazu erschlossen. Alle Stadtverordneten der Stadt Pohlheim haben den Verein bei dieser wichtigen Maßnahme unterstützt, an ihrer Spitze der langjährige Freund des Vereins Bürgermeister Karl Brückel. Erst nach fast fünfzehn Jahren der Vereinsgeschichte konnte gesagt werden, dass alle Mühen für den Segelflug in Pohlheim von Erfolg gekrönt wurden. Zwei Doppelsitzer und zwei Leistungssegler standen dem Verein nun zur Verfügung sowie zwei Startwinden. Das Jahr 1975 war auch fliegerisch ein Erfolg. Fast 1000 Starts mit den entsprechenden Prüfungen wurden von vorwiegend jungen Segelfliegern unter Hilfe der älteren Vereinsmitglieder abgeleistet.

1976

Die Flugzeughalle wurde endgültig fertig gestellt und das Gelände für den neuen Flugplatz hergerichtet, es musste von Strauchwerk und Steinen befreit, eingeebnet und mit Rasen eingesät werden. Befreundete Motorsegler aus Aßlar, Gedern und Braunfels drehten gelegentlich eine Runde über dem Steinkopf, um sich über die Fortschritte zu informieren. Der Plan eine Segelflugplatz GmbH zu gründen, um dadurch den Ankauf des für den neuen Platz benötigten Geländes zu finanzieren, ließ die Fliegergruppe im Laufe des Jahres fallen, nachdem sich die Pohlheimer Stadtverordneten und besonders Bürgermeister Brückel für die Sorge sehr aufgeschlossen zeigten. Es befinden sich rund ein Drittel des Areals von 1000 Metern Länge und 50 Metern Breite durch Ankauf im Besitz des Vereins. Ein weiteres Drittel gehört Pohlheimer Bürgern, die es dem Verein zu günstigen Bedingungen für die nächsten 25 Jahre verpachteten. Der Rest wurde von der Stadt Pohlheim gepachtet. Die offizielle Einweihung der Halle und des Flugplatzes erfolgen und die Genehmigung zur Erprobung des neuen Geländes wurde vom Regierungspräsidium in Darmstadt nach einigen Verzögerungen erteilt. Der alte Flugplatz, in der Nähe des Steinkopfes am Pohlheimer Wald war zu jenem Zeitpunkt bereits von der Bildfläche verschwunden. Im Laufe des Jahres wurde ein weiteres Segelflugzeug vom Typ Ka 6 (D-5590) gekauft, sowie mit dem Kauf eines B-Falken (D-KAOK) erhielt noch am Jahresende die Motorseglerfliegerei Einzug im Pohlheimer Verein.

1978

Die Rhönlerche wurde verkauft und mit der Anschaffung des einsitzen Segelflugzeuges vom Typ Mistral C (D-4907) wurde die Kunststoffära endlich auch im Pohlheimer Verein eingeläutet. Der Verein besaß nun insgesamt vier Segelflugzeuge und einen Motorsegler.

1979

Die Ka 7 wurde verkauft und durch eine gebrauchte ASK 13 (D-0151), eines Segelflugvereins aus Dinslaken, ersetzt. Die Motorseglerfliegerei hat sehr stark zugenommen, so dass der alte B-Falke verkauft wurde und dieser am Jahresende durch einen 60 PS starken D-Falken (D-KCAO) ersetzt wurde. Der Vorentscheid zum Jugendvergleichsfliegen wurde erstmals auf dem neuen Vereinsgelände veranstaltet.

1982

Anlässlich des 20. jährigen Bestehens des Vereins wurde am 23. Oktober 1982 zum traditionellen Saisonabschlussfliegen die Pohlheimer Bevölkerung eingeladen. Nach einigen Rundflügen folgten Diashows und Filme aus zwanzig Jahren Vereinsgeschichte. Der Verein ist mittlerweile im Besitz von fünf Segelflugzeugen, sowie einem Motorsegler. Insgesamt wurden seit Vereinsgründung 47 Piloten ausgebildet und es wurden in den vergangenen zwei Jahrzehnten rund 16380 Starts durchgeführt.

1983

Die Anlage am neuen Fluggelände wurde um einiges komfortabler. Nach fast nicht mehr Enden wollenden Planungsarbeiten und Vorbereitungen ist mit den umfangreichen Erdarbeiten begonnen wurden. Es wurde ein Rund 500 Meter langer Graben ausgehoben und darin ein Erdkabel verlegt. Dadurch wurde die Verbindung zwischen dem Anschlusskasten im nahe gelegenem Neubaugebiet und der Vereinshalle geschaffen. Parallel dazu wurde der Anbau an der Vereinshalle fertig gestellt. Zwei Toiletten mit je zwei Waschbecken für die Mitglieder und Gäste wurden installiert.

1982

Als zusätzlichen Doppelsitzer wurde zu Anfang der Saison 1984 wieder eine Ka 7 (D-4623) gekauft. Die beiden Pohlheimer Vereinsmitglieder Jörg Fuhrmann und Thomas Polzer nahmen erstmals an den Bezirksmeisterschaften in Gedern teil. Beide landeten in der Gesamtwertung auf Platz 15. Trotz dieser ersten Erfolge im Bereich Segelflug, hatte die Saison 1984 auch ihre Schattenseiten. Das langjährige Vereinsmitglied Klaus-Dieter Treichler kam am 24. Juli 1984 beim Start mit seinem Segelflugzeug vom Typ Club-Libelle ums Leben. In etwa 30 bis 50 Metern Höhe kippte die Maschine während des Windenstarts über die rechte Tragfläche ab und schlug in Rückenlage unmittelbar neben dem Flugplatz auf. Für den verunglückten Piloten kam jede Hilfe zu spät.

1985

Das erste vereinseigene Ultraleichtflugzeug vom Typ Flightstar (D-MIUS) wurde gekauft.

1987

Am 29. August 1987 fand anlässlich des 25. jährigen Bestehens des Vereins eine Jubiläumsveranstaltung statt. Bei den Ehrungen wurden für 25-jährige Mitgliedschaft Philipp Boll, Bernd Lecke, Hans Pötz, Roland Leib, Wolfgang Dörr, Reinhold Happel, Werner Punzert und Erwin Möckel mit einer Urkunde ausgezeichnet. Höhepunkt der Veranstaltung war allerdings der Tag der offenen Tür am darauffolgenden Tag. Zwei doppelsitzige Ultraleichtflugzeuge vom benachbarten Flugplatz Lützellinden traten zum Formationsflug an. Diverse Flugvorführungen und der Absprung von vier Fallschirmspringern begeisterten die anwesenden Zuschauer. Eine weitere Attraktion war der Start eines Heißluftballons. Als Repräsentant seiner Stadt stieg der Pohlheimer Bürgermeister Hermann Georg mit dem Ballonfahrer aus Marburg zu einer eindrucksvollen Ballonfahrt auf.

1982

Die Drachenflieger Taunus e.V. führten erstmals Flugbetrieb auf dem Pohlheimer Flugplatz durch, mit der Absicht auf dem Fluggelände heimisch zu werden. Die rund 20 Aktiven hielten den Flugplatz auf der Viehheide für ideal. Für eine künftige Zusammenarbeit mit der Segelfluggruppe galt es nur noch eine Koordination sicherzustellen.

1991

Die bereits ausgediente Ka 7, sowie der Mistral wurden verkauft. Als Neuanschaffung wurde ein Kunststoffdoppelsitzer vom Typ ASK 21 (D-2906) frisch vom Schleicher Werk gekauft. Startzahlen: 410, Flugstunden: 110.

1994

In einer Haltergemeinschaft wurde die erste am Flugplatz stationierte Schleppmaschine vom Typ Elster (D-EDWY) gekauft. Somit hatte man ab sofort die Möglichkeit permanent Flugzeugschlepp zu betreiben. Der Segelkunstflug hielt, durch die Teilnahme von Mitgliedern des Segelkunstflug Fördervereins, auf dem Pohlheimer Flugplatz ein. Der Verein bekam nun die offizielle Genehmigung Segelkunstflug auszubilden. Startzahlen: 1246, Flugstunden: 405.

1995

Durch das steigende Interesse an der Ultraleichtfliegerei wurde ein doppelsitziges Ultraleichtflugzeug vom Typ Ikarus C 22 (D-MWXW) gekauft. Durch das Engagement von Fluglehrer Peter Wagner konnten viele Mitglieder ihre Einweisung zur Erlangung der Ultraleichtfluglizenz vornehmen. Es wurde auch erstmals Fußgängerausbildung auf Ultraleicht durchgeführt, da der Verein jetzt zusätzlich die Genehmigung als Ultraleichtflugschule erhalten hat. Startzahlen: 1918, Flugstunden: 644.

1996

Das Schleppflugzeug Elster ging bei einem Flugtag in Breitscheid zu Bruch. Der Pilot überstand den Unfall unverletzt und landete die Maschine gekonnt in den Baumwipfeln des am Flugplatz angrenzenden Waldes. Erst durch die Bergungsarbeiten der Feuerwehr entstand ein Totalschadens des Flugzeuges. Als Ersatz der alten Schleppmaschine wurde von der Haltergemeinschaft zum Jahresende eine gebrauchte Wilga (D-EDDM) aus dem Gelnhausener Verein angeschafft. Startzahlen: 2562, Flugstunden: 794.

1997

Wolfgang Dörr wurde 1. Vorsitzender und löste damit das Amt des langjährigen Vorsitzenden Reinhold Happel ab. Reinhold Happel wurde auf Vorschlag der Jahreshauptversammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Es fand erstmals seit Jahren wieder ein Tag der offenen Tür statt. Durch das Engagement und finanzieller Unterstützung einiger Vereinsmitglieder konnte der Leistungseinsitzer vom Typ Standard-Cirrus (D-3098) gekauft werden. Das einsitzige Ultraleichtflugzeug Flightstar wurde verkauft. Startzahlen: 2621, Flugstunden: 1039.

1998

Es standen die Grundüberholungen für die beiden Flugzeuge Ka 6 und Ka 8 an. Da der Verein personell nicht in der Lage war diese Grundüberholungen durchzuführen wurden beide Flugzeuge zum Saisonbeginn verkauft und durch einen weiteren Kunststoffeinsitzer vom Typ Jeans-Astir (D-2537), der sich vorher schon Jahre im Privatbesitz einiger Vereinsmitglieder befand, ersetzt. Auch ein Tag der offenen Tür wurde wieder veranstaltet. Es wurde das erste mal ein Sommerfliegerlager in Spanien veranstaltet, an dem einige Vereinsmitglieder mit der ASK 21 teilnahmen. Startzahlen: 1793, Flugstunden: 624.

1999

Die Grundüberholung der ASK 13 stand an. Man entschied sich in einem Winterhalbjahr den Rumpf und im darauffolgenden Winter die Flächen zu überholen. Damit konnte das Flugzeug problemlos während der Sommermonate weiter betrieben werden und es kam somit zu keinem längeren Ausfall der Maschine. Am 07. und 08. August fand wieder ein Tag der offenen Tür mit Kunstflugvorführungen, Rundflügen und Ballonaufstiegen statt. Startzahlen: 1412, Flugstunden: 511.

2000

Wegen der großen Nachfrage im Bereich Ultraleicht, wurde gegen Mitte der Saison das bisherige Ultraleichtflugzeug C 22 gegen eine C 42 (D-MUNK) ausgetauscht. Einige Vereinsmitglieder verbrachten das Sommerfliegerlager in Fuertemilanos, Spanien. Knapp über 50 Stunden wurde die ASK 21 in diesen beiden Wochen geflogen. Im August wurde erstmals ein Kiebitzsternflug in Pohlheim ausgerichtet als Ersatz für den Tag der offenen Tür. Etwa zehn Kiebitze kamen deutschlandweit zu diesem Event angereist. Startzahlen: 1748, Flugstunden: 614.

2001

Das Sommerfliegerlager fand in den bayrischen Alpen unter der Leitung von Fluglehrer Jörg Bodenbender statt. Die Beteiligung der Mitglieder und vor allem der Flugschüler war enorm, so dass insgesamt drei Vereinsflugzeuge mitgenommen werden konnten. Der Prototyp der von Vereinsmitglied Jürgen Volk entwickelten Elektrowinde war fertig gestellt und wurde zur Erprobung in den Flugbetrieb integriert. Nachdem die Elektrowinde abgenommen und zugelassen war, erwägte man künftig den Betrieb mit der Benzinwinde einzustellen und völlig auf Elektrowinde umzurüsten. Aufgrund dessen wurden im Winterhalbjahr der Flugplatz und die beiden Startstellen mit der nötigen Stromversorgung ausgestattet. Startzahlen: 1253, Flugstunden: 547.

2002

Einige Jugendliche des Vereins nahmen mit ASK 21 am Osterfliegerlager in Babenhausen teil. Es entstand ein kleines Zusammenwachsen beider Jugendgruppen und der Vereine. Das Sommerfliegerlager wurde wieder mit großer Beteiligung in den bayrischen Alpen durchgeführt. Währendessen fand auch der zweite Kiebitzsternflug in Pohlheim statt, der ebenfalls wieder gut besucht war. Am ersten Septemberwochenende wurde auf dem Vereinsgelände wieder mal der Vorentscheid zum Jugendvergleichsfliegen veranstaltet, an dem neben 4 Vereinsmitgliedern noch 17 Jugendliche aus den benachbarten Vereinen Gießen, Homberg/Ohm, Butzbach, Gedern und Nidda teilnahmen. Der Betrieb mit der Benzinwinde wurde endgültig eingestellt und man stellte komplett auf Elektrowinde um.

2004

Seit Jahren plagte den Verein schon ein großer Platzmangel in der Vereinshalle und es wurde die ganze Zeit schon erwogen eine zweite größere Halle zu bauen. Gegen Ende der Saison 2004 war es dann endlich soweit, dem Verein wurde kostenlos ein Hallendach, eines zuvor abgerissenen Einkaufmarkts, zur Verfügung gestellt. Diese Gelegenheit wurde prompt wahrgenommen und es wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die nötigen Baugenehmigungen und ein günstiges Angebot einer Baufirma zu bekommen.

2005

Am 29. Mai erlitt das Ultraleichtflugzeug des Vereins einen Totalschaden, nachdem es kurz nach dem Start aus etwa zehn Metern Höhe, aus bisher ungeklärten Grund, abstürzte. Der Pilot überlebte den Unfall schwer verletzt. Der Verein musste schnellstmöglich für Ersatz des Fluggerätes sorgen und man wurde schnell fündig. Nur zwei Wochen später wurde das gebraucht erworbene Ultraleichtflugzeug ebenfalls vom Typ C 42 (D-MWMC) in Pohlheim eingeflogen. Nach langem Warten bekam man im Herbst endlich die Baugenehmigung für den Bau der neuen Halle. Eine Baufirma für das Mauerwerk war auch bereits gefunden und somit konnte noch in diesem Jahr der erste Spatenstich erfolgen.



2006

Durch die Hilfe vieler Mitglieder und das Aufbringen etlicher Arbeitsstunden, wurde nach dem das Fundament fertig war, die Mauerarbeiten vorgenommen. Noch im Frühjahr des Jahres wurde das Hallendach fertiggestellt. Auf diesem Weg wurde gleichzeitig eine Photovoltaikanlage auf dem Hallendach angebracht. Nachdem die Arbeiten am Hallendach endlich abgeschlossen waren, konnte man im Trocken die restlichen Arbeiten verrichten. Dies kam auch ganz recht, da das erste halbe Jahr nur bis auf wenige Ausnahmen sehr verregnet ausfiehl. An einem wieder etwas schönerem Sommerwochenende wurde der Hallenboden durch Mithilfe der Mitglieder mit einer dicken Betonschicht ausgegossen. Noch im Herbst konnte die erste Konstruktion der Tore fertiggestellt und angebracht werden, und bis zum Jahresende konnten bereits die ersten Flugzeuge in der neuen Halle untergestellt werden. Trotz hunderten von Arbeitsstunden und des schlechten Wetters im ersten halben Jahr konnten trotzdem folgende Flugbewegungen verzeichnet werden: Startzahlen: 1655, Flugstunden: 556.

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